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De-und Entmaterialisierungs-Lernen
(Säkular (Teil 1) und religös interpretiert (Teil 2)
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Das gotische Lernprinzip 5 -17.
Gotisches Lernprinzip 5
Vom Bildungs-Zivilisations-Kultur-Lernen (Bildungs- lernprinzip) zum Kulturations-Entwicklungs-Kultur-
Lernen
( > 1700 Beispiele)
Gotisches Lernprinzip 6
Unsterblichkeits-Lernen
Gotisches Lernprinzip 7
De-und Entmaterialiserungs-Lernen
(Säkular (Teil 1) und religös interpretiert (Teil 2)
Gotisches Lernprinzip 8
Glaubens-Lernen
(siehe den Gliederungspunkt "Glauben")
Gotisches Lernprinzip 9
Friedenslernen
(Siehe den Gliederungspunkt "Frieden")
Gotisches Lernprinzip 10
Säkulare,evolutionäre Nachfolge Christi lernen
Gotisches Lernprinzip 11
Evolutionäres Allzeit-Jetzt- Zeitnutzungs-Lernen
Gotisches Lernprinzip 12
Individualisierungslernen im Beruf
und in der Gesellschaft
Gotisches Lernprinzip 13
Individual-Geschichtlichkeits-Lernen
Gotisches Lernprinzip 14
Evolutionäres Altjugend-Lernen
Gotisches Lernprinzip 15
Vierzehn Kreuzweg-Stationen einer gotischen
Kathedrale.
(entwicklungsmetaphorisch und allegorisch).
Von ich besuche die gotische Kathedrale mit einem Reiseführer in der Hand und einem Audioführer am Ohr zur Reifeerkenntnis, dass das gotische Lernprinzip einmal mein Führer auf meinem Entwicklungs-
Individualisierungsweg sein wird.
Vom Besucher einer gotischen Kathedrale, wo ich die baugeschicht-liche Lektüre und die Ausführungen des Guides begreife zum Sucher in der gotischen Kathedrale, wo ich von der steingewordenen
Mystik und der Geistmaterie ergriffen werde*.
* Wenn ich mich in der Erkenntnis wieder erkenne, handelt es sich um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Das Subjekt und das Objekt der Er-
kenntnis sind identisch und die Spaltung ist aufgehoben. Diese Er-
kenntnis ist tatsächlich Weg, Wahrheit und Leben zugleich und zieht kein Handeln mehr nach sich, sondern Erkenntnis und Verwirkli-
chung sind eins. Nur mit der blossen Macht des Daseins werden Ent-
scheidungen herbeigeführt, ein Geschehen, was von selbst geschieht. Ein Mann macht viele, weil seine Individualität in der Individualität aller aufgeht.
Station 1
- Vom Kreuzweg der vierzehn Leidensstationen in einer gotischen Kathedrale als ein Weg zu Gott zum eigenen Kreuzweg der Entwicklungs-Lebensstationen als ein Weg mit Gott. Von der gotischen Kathedrale, wo oft der Kreuzweg als Bilderzyklus/Skulpturengruppe mit seinen i.d.R. 14 Fußfallstationen als Prozessionsweg die Leiden Christi nachgebetet und gefolgt wird zur " Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenskathedrale ", wo die evolu- tionäre,säkulare Nachfolge Christi immer der eigene, noch von niemanden gegangene Entwicklungs-Individua- lisierungs-Prozess-Leidensweg ist*.
* I.) Die Kreuzigung als Lebensauseinandersetzung (Ego,Eigenwille,
Gier, Entwicklungsresistenz,Habenexistenz,Anpassung etc.) ist das Gesetz des Lebens und in der ganzen Lebensstruktur als Ursprung fest verwurzelt.Aber nur im (Auseinandersetzungs)leiden wird Substanz geschaffen.Es gibt keine Herrlichkeit und Fortschritt ohne das Kreuz und es ist die Kreuzigung durch die Lebenskrisen, Lebens-
unzulänglichkeiten und Lebenserschütterungen als das "extra crucem nulla ecclesia",dass ausserhalb des Kreuzes keine Kirche gibt". Das Christentum ist notwendigerweise Krieg (gegen sich selbst) in einer Friedenszeit als Umkehr und Neuanfang steht diametral zum reinen Vitalismus und den Weltwerten des permanenten Aus-
lebens, Erlebens,des immer mehr von allem und einer materiellen Selbstverwirklichung,den gesellschaftlichen Anpassungskonven- tionen und wirtschaftlichen Spielregeln, dass nur ein Leben "ohne das schreckliche Zeichen des Kreuzes" und ohne Wachstums- und Abstrei- fungsschmerzen ein erstrebenswertes Leben ist.Es wird geglaubt, dass es ewig so weiter und noch besser geht und ich kann bleiben der und wie ich bin (Siehe auch Individualisierung in der Gesellschaft).
Die Fragen des Lebensunterhalts und der widerstandsfreie,sich wiederholende Gewohnheits-All-und Arbeitstag und die Freizeit sind nur neunzig Prozent des Lebens,die restlichen zehn Prozent des Lebens sind, wo das Leben " durchkreuzt" wird, ich "Steine zu kauen bekomme" , welche mir den Schlaf rauben als die schöpferische Qual des (Ab)sterbens und neu geboren werdens in Lebenskrisen als der Christus und das Bessere in uns. Es ist die hehre Pflicht eines Königs für andere zu leiden*.
* Auch in der Gotik wurde die Kreuzigungsgruppe von oben herab- geholt, welche dann auf dem gleichen Niveau war wie die Sterblichen.
II.) Von der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnach-
folge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus als via cruscis) zur Entwicklungsbe-
deutung der säkularen, evolutionären Christusnachfolge auf dem persönlichen Entwicklungs-Welt-Weg, was nicht nach Religion aussieht als Kreuzzug gegen die normierte Anpassung, gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensgeschichte selbst),wo es wichtig ist, seine Individua- lisierung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesellschaft-
lichen und beruflichen Individualisierungswiderstände nur im
Lebens- und Gottvertrauen ausdauernd durchzustehen.Es ist ein Leiden an den Vergangenheitssünden einerseits und andererseits ein Leiden an der Zukunfts-Auseinandersetzungs-Gestaltung.Nach der gekreuzigten Wahrheit erfolgte die Auferstehung und die Dornen- krone wird zur Königskrone (Siehe auch die Webpräsenz Gesell- schaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).
Station 2
- Vom kirchlichen Kreuzweg werden die Freiheiten der Religion untergeordnet werden und damit als geis- tige, dogmatische Norm enden, zum Entwicklungs-Individualisierungs-Kreuzweg, wo in der Freiheit die Religion erst entdeckt und zurück errungen wird als höchste Stufe der Religion und seelische Erregtheit. Der christliche Nachfolge Christi-Weg ausserhalb der Welt wandelt sich zum säkularen, evolutionären Nachfolge Christi Weg innerhalb der Welt als unbekanntes Land, das Gott verheissen hat (Abraham).
Station 3
- Von der " Passionsgeschichte Christi " als Aufopferung (Passionsweg) zur " Individualisierungs-Passionsge- schichte" einer " leidenschaftlichen Hingabe " des ich kann nicht mehr anders (Entwicklungsweg) .Ab einem gewissen Reifezeitpunkt gibt es kein zurück mehr, den es nach dem Schriftsteller Frank Kafka zu erreichen gilt*.
* I.) Die persönliche Geschichte wird zu etwas heiliges, aber nur,
wenn jemand an seinem (Individualisierungs)heil arbeitet. Das ganze Leben der Menschheit ist wie das Leben eines einzelnen Menschen,
der Gott gefunden hat.
II.) Passion heisst nicht Leiden vermeiden wollen, sondern jedem Leiden seinen Sinn geben. Es ist der Weg nicht das Leiden zu be- kämpfen und abzuwehren, sondern um des Leidens willens durch das Leid hindurch gehen, um ihm gegenüberzustehen und es dann durch Überwindung tranzendieren zu können.Wer sein Leiden leidet, überwindet sein Leiden.
III.) " Was sich in Jesus Christus einmal ereignet hat bleibt immer wirksam. Daher darf die Passion als einmaliges Geschehen nicht getrennt werden von unserer Geschichte. Vielmehr kommt es drauf an, dass unsere Geschichte in die Passion Christi hineingezogen wird. Es ist die Nachfolge Christi, wo der Religionsbegriff identisch ist mit dem Entwicklungs-Individualisierungsbegriff als der eigene Ent- wicklungs-Individualisierungs-Weg der säkularen, evolutionären
Nachfolge Christi.
Station 4
- Von der Theologie des Kreuzes des Leidens Jesu als Christusnachfolge in mittelalterlichen Klöstern (das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus Christus als via cruscis) zur Entwicklungsbedeutung der Christus- nachfolge im persönlichen Entwicklungsweltweg als Kreuzzug gegen sich selbst und seinen "sieben Teufeln" (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensge schichte selbst),wo es wichtig ist seine Individuali- sierung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesellschaftlichen und beruflichen Individualsierungs- widerstände nur im Lebens- und Gottvertrauen durch- zustehen (via vita progressus als die Teleologie des Entwicklungsweges).
Station 5
- Von Christus wurde gekreuzigt, weil er seinen Glauben gegen die vorherrschende Ordnung über Rom stellte (Christus als Revolutionär) zu jeder der in der heutigen Gesellschaftsordnung sich nicht anpasst und seinen individuellen Lebensweg in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, gehen will, welcher in der vorherrschenden Gesellschaftsordnung nicht vorgesehen ist, bleibt eine Gradwanderung der Margina- lisierung und vorübergehenden Heimatlosigkeit als Bürger (gelungenes Leben) und Bohemien (verpfuschtes Leben) zugleich, ein Gesellschaftsmensch nach aussen, aber ein Einzelner nach innen, in der kulturlosen Zivilisation leben, aber die Zivilisation im Verborgenen als " Namenloser " und stilles Vorbild kultivieren. Hier wird ein Kreuzweg gelebt, der christlicher nicht sein kann.Wenn man ausserhalb der Welt denkt, bedeutet das zuerst einmal Chaos. Es muss schon das Feuer in einem brennen (Reife-Nr.782), dass dieser unbequeme Weg gegen die Widerstände und Nachteile in der Gesell- schaft und beruflichen Karriere gegangen wird, welcher herkulischer Anstrengung, die Ausdauer eines Lang- streckenläufers und innerer Schmerzresistenz bedarf. Hier wird ein "Kreuzweg" als eigene Passion gelebt, der christlicher nicht sein kann. Wer so etwas tut hat so viel getan wie der Papst in Rom und noch viel, viel mehr (Entwickler als Evolutionär)*.
* Die Wesensidee des Christentums und der Mensch in der Welt vertragen sich erst einmal so gut wie " Wasser und Natrium ",weil Christ sein immer Leiden heisst und zum schwersten Los wird. Es wird beinahe unmöglich, mit der Lebenswirklichkeit existentiell zu recht zu kommen, weil Religion nur möglich ist gegen die Welt, aber wir in dieser Welt leben und der Mensch im Widerspruch zu seinem Ursprung steht (Siehe auch die Webpräsenz Gesellschaftsmensch-Entwicklungsmensch) und säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi).Es ist das gepredigte Ewigkeitsideal und "die Schwertseite
des Christentums", dass im allerletzten der Mensch seine bürgerliche Existenz vernichten und absterben muss, um den zukünftigen Chris- tenmenschen auferstehen zu lassen. Es ist der Bibelvers "Gehe, ver- kaufe alles was du hast und gib dem Armen! So wirst du einen Schatz im Himmel haben. Dann komme und folge mir nach (Matthäus,19,21). Eine solche Aussage klingt heute utopisch, weltfremdirreal und revolutionär (und dieses macht natürlich keiner, auch wenn es ein Bibelwort ist).Es ist die gleiche Erkenntnis des Philosophen Friedrich Niet- zsche,dass der Mensch etwas ist, was überwunden werden muss und sich immer wieder in Frage stellen und das Gegenteil einer Wohlfühl-und Beruhigungsreligion ist. Nicht das Bibelwort der Propheten "Werdet der Welt ungleich und werdet euch selbst" oder die Bergpredigt einer Nachfolge Christi ist von Bedeutung, sondern nur die Gesetze, Regeln, Normen,die sozioökonomische Existenz- sicherung, die politischen Verhältnisse,Traditionen, Gewohnheiten, der Lebensentwurf,die Lebensphase, der Lebensstil und die persön- lichen Interessen in der Gesellschaft legen fest, wo es entlang geht.
Das sinnliche Leben ist immer stärker als das abstrakte, Ideelle.
Auch Umfragen bestätigen, dass Menschen, wo die Religion im Alltag keine Rolle spielt, glücklicher sind, weil diese nur das Aus-und Erleben stört, ein Fortkommen behindert und das Gewissen (soweit noch vorhanden) keine Rolle spielt.
Station 6
- Von Jesus ist am Kreuz gestorben zur Lebensmetaphorik eines Unsterblichkeitslernens als Entweltlichung, wo dieser Begriff nicht mehr negativ, sondern alltags-lebens-selbstverständlich belegt ist. Es ist besser wenn ich es nicht mehr brauche als wenn ich es mir kaufen kann.Deshalb dient allem wovon ich mich gelöst habe Mitleid. Das Leben ist ein ständiges Abschied nehmen wie die Schriftstellerin Ricarda Huch einmal bemerkte. Der Maler Leonardo da Vinci sagte einmal; " Während ich dachte, leben zu lernen, lernte ich das Sterben. Unsterb- lich keitslernen ist auch der Entwicklungsimperativ " des Stirb und werde" eines Meister Eckhart.
Station 7
- Von der theologischen Bedeutung der Christusnachfolge des Leidens Jesus (das Heil vollzieht sich in der Lebens- geschichte Jesus Christus) zur Entwicklungsumdeutung der Christusnachfolge im persönlichen Entwicklungsweg (das Heil vollzieht sich in jeder einzelnen Lebensge- schichte selbst), wo es wichtig ist seine Individualisie-rung und das Entwicklungswertwollen gegen die gesell- schaftlichen Widerstände nur im Lebens-und Gottver- trauen durchzustehen.
Station 8
- Von das Heil vollzieht sich in der Lebensgeschichte Jesus (Christus ist absolut) zum Heil unreligiös interpretiert, welches sich im Entwicklungsprozess einer Entwicklungs-Individual-Geschichtlichkeit in der säkularen, evolutio- nären Nachfolge Christi vollzieht (jeder wird einmal zum "Christus" (ohne anmaßend zu gelten), weil er durch den gegangenen Weg die heilsgeschichtliche Wegstruktur geschaffen hat für andere).Neben der ersten historischen Tatsache geschieht eine zweite historische Tatsache*. Siehe Textfortsetzung den Gliederungspunkt "Christus" in Christentum-frueher-und-heute und in Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1
* Jesus gilt nicht als das Heil der Heilsgeschichte, sondern das Reich Gottes.
Station 9
- Von der Fusswaschung der christlichen Gründonners- tagslithurgie als brüderliche Geste, Zeichen der Nächs- tenliebe,Versöhnung und Demut, bei dem der Papst religionsübergreifend im Rahmen der Osterfeierlich- keiten z.B. Muslimen, Frauen und Flüchtlingen die Füsse wäscht zu lebensübergreifenden "Demütsübungen" z.B. bei der der Individualisierung in der Gesellschaft oder im Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf in der Arbeitswelt*.
* I.) Der Entwicklungs-Individualisierungs-Lebenslauf ist eine Biogra-
fie der Selbstzerrissenheit, der Auflösung, der Selbstsuche und ständigen Berufsflucht bis zur Berufsüberwindung und dem Ent- wicklungs-Selbstsein. Es sind oft Demuts-, Demütigungs-und Selbst-
verleugnungsübungen, zählt die Minuten bis zum Feierabend
in ungeliebten Tätigkeiten und quält sich monatelang in scheinbar, sinnlosen "Geld-Verdienen-Tätigkeiten", bis man sich selbst gefunden hat und mit Eigenem zur Ruhe gekommen ist.
II.) Den niedrigsten Status hat die Arbeit, die immer wieder getan werden muss wie z.B. putzen, kopieren, abschreiben,deshalb wenig Anerkennung erhält, leicht zu ersetzen ist und auch sinnlos zu sein scheint. Im Entwicklungsleben gibt aber es keine Nebensachen. Auch die sozial niedrigen, schlecht bezahlten, langweiligen, stumpfsin- nigen, geistlosen Tätigkeiten besitzen einen Entwicklungswert und einen tieferen Entwicklungssinn. Ein ehrliches Entwicklungstun ist auch in der einfachsten und wenig sinnvoll erscheinenden Tätigkeit gegeben. Es sind die vielschichtigen Entwicklungsaspekte, welche in einer"einfachen Telefonzentrale“ wie auch in der Konzernzentrale
nur für mich persönlich zu finden sind und mir auch ein hohes Selbstwertgefühl verleihen können. In kleinen Aufgaben ist genauso viel Entwicklungspotential vorhanden wie in grossen Aufgaben. Das Entwicklungstugend-Auseinandersetzungs-, Sublimierungs- und Überwindungspotential als Arbeitssinn ist in jedem Beruf und in jeder Tätigkeit mitgegeben. Keine Tätigkeit ist erkenntnisarm und
es ist in jeder Nichtidentifikation eine Arbeitsauthentizität möglich. Wenn sich der Mensch von der Entwicklung her versteht, ist jede „niedrige Tätigkeit“ gerechtfertigt und gibt den scheinbaren Sinnlosen einen tieferen Entwicklungssinn.Das Arbeiten mit dem Niedrigsten, entfaltet das Höchste.
III.) Das wichtigste Ergebnis der Arbeit ist immer ihre entwicklungs- charakterliche Auswirkung. Der Sinn einer „stupiden Tätigkeit“ im Entwicklungssinne für die zukünftige Lebensentwicklung ist mittels des Verstandes und der ökonomischen Vernunft nicht zu erfassen. Die Früchte der Entwicklungshandlungen zeigen sich erst im nach-
hinein. Ein äusseres Werk kann nie klein sein, wenn das Innere
gross ist.Im Geiste der Entwicklungswahrheit wird das Niedrigste
zum Höchsten. Dass auch die tiefste Erniedrigung auch immer Er- höhung bedeutet.Es sind letzten Endes immer die kleinen, unschein- baren Dinge, die im Nachhinein grosses bewirkt haben und bewir-ken. Einen Entwicklungsgedanken in die Tat umsetzen und jetzt das Entwicklungsbessere zu wollen ist mehr wert, als "ein passives Aufsichtsratsmitglied zu sein und ein Entwicklungscharakter ist
mehr wert, als ein akademischer Berufsabschluss" .
IV.) In diesem " säkularen Nachfolge Christi Kontext " ist dem Autor namentlich ein Entwicklungs-Berufungs-Selbstzerissenheits-Leidens-Suchweg einer fast selbstaufopfernden Wahrheitssuche in Frankfurt/Main bekannt, wo der Kreuz- weg aus den S- und U-Bahn Stationen dieser Stadt bestand, wo jeweils ein- und ausgestiegen wurde, um für einige Mo- nate und das über viele Jahre lang bei den dort ansässigen Unternehmen mit einfachen (Aushilfs)tätigkeiten, obwohl gut (aus)- gebildet und vielen Erfahrungen im fortgeschrittenen beruflichen Alter in solchem instabilen Arbeitsumfeld " sein Kreuz auf diesem Weg" getragen hat und die geübte Demut oft zur Versagerdemütigung wurde, nur um seinen sozialen Verantwortlichkeiten und seinem "Entwicklungs-Individuations-Gewissen " nachzukommen, um Ruhe zu finden und keine Selbstverwirklichung auf dem Rücken anderer zu betreiben. Der Ertrag der vielen Tätigkeiten waren am Ende auch noch abzuzahlende Schulden, weil der Verdienst oft sich nur am Mindestarbeitslohn orientierte und am Monatsende oft nicht wusste, wie lange das Geld reichen würde, auch wenn im Nachhinein die Schulden segensreicher waren, als wenn während dieser Zeit viel Geld verdient worden wäre. Wer durch viele Tätigkeiten hindurch auch in Berufen, die er nicht gelernt oder studiert hat zur Berufung gelangt d.h., sonst zu nichts nutze war und damit immer wieder neu anfängt, muss sich ständig neu einarbeiten, damit erst einmal zu einem erniedrigenden Nichts " werden und fängt auch auf der Gehaltsskala meistens unten an. Auch besteht die Gefahr als bspw. fünfundfünfzig-plus-Jähriger überhaupt keine Arbeit zu finden oder nur eine Be-
schäftigung, die sonst keiner z.B. Callcenter (Telefonverkauf, was früher "Klinken putzen" genannt wurde) machen wollte. Dass durch den jahrelangen Entwicklungs-Such-Individualisierungs-Anti-Karriere-Weg in prekären Jobs mit niedrig bezahlten Helfertätigkeiten die spätere zu er- wartende Altersrente nach der derzeitigen (deutschen) Sozialgesetzgebung auch viel niedriger sein wird und zur Rentnerar- mut werden kann, ist ein weiterer sozialökono- mischer Nachteil, weshalb diese vielmals gepredigte, säkulare Nachfolge Christi im christlichen Umfeld illusionäres Gerede bleibt und " in der warmen Stube ", wo Wohlstand, Risikolosigkeit und eine Pensionsberechtigung vorherrscht, von den Predigern keine Vorbildfunktion der Nachfolge Christi gegeben ist und Christ sein "Leiden" bedeutet ("Schmelztigel Gottes") und nicht nur gelehrige Theologie studiert, welche kaum jemanden interessiert.
Station 10
- Von dem kirchlichen jenseiten,lebensfremden Christen- tum zur religiösen Deutung der Evolution im Lebens-und Berufsalltag und vom Leben her entwicklungssinnmässig zu denken und damit den Geist des Evangeliums in alle Lebensbereiche hinein tragen, ist das, worauf es an- kommt. Durch die Entwicklungssichtweise wird die Le- bensempfindung zur Religion und das Leben erhält quasi eine religiöse Weihe "als Privatreligion" und die Religion wird in ihr (Lebens)wesen aufgelöst. Es ist der kleine Unterschied ob Religion gelebt wird (ausserhalb von mir als lehramtlicher Akt) oder das Leben zur Religion wird (innerhalb von mir als Akt des Suchens). Es ist säkular, profan und religiös, heilig zugleich. Der religiöse Raum ist die Welt. Der Weg muss aus der Welt kommen und darf nicht ausserhalb von der Welt sein. Es gibt keinen Unterschied zwischen religiöser und profaner Praxis, vita activa und contemplativa, Glauben und Welt. Religion stellt dann keine Sonderwelt mehr da, wenn sie ins Leben aufgelöst wird und die theologische Fragen sich vom Leben herstellen. Die Religion, welche nicht die persönliche Lebensrealität zum Inhalt hat, ist zum Scheitern verurteilt. Die religiöse Sinndeutung der Evolution im Lebens- und Berufsalltag und vom Leben anders zu denken ist das, worauf es ankommt. Es ist der Weg vom rechts- und lehrgültigen, didaktischen Interpretations- und Vermittlungs-Christentum von oben herab als Vorentwicklungsstufe zum autodidaktischen Individualisierungs-Entwicklungs-Lebens-Christentum von unten herauf, wo die Individualisierungswahrheiten selbst entwickelnd als zeitlose Bibelwahrheiten inter- pretiert werden,weil in der Bibel das Programm für die individuelle Befreiung fehlt. Die Vertreter des " goti- schen Geistes " dulden keine Mittler zwischen Gott und sich selbst. Es muss eine Kirche (Organisation) von unten sein oder sie verwirkt ihren Daseinszweck.
Station 11
- Vom Anfang war das Christentum eine Exklusivreligion von 12 Jünger (Apostel) zu heute wird das Entwicklungs- christentum zu einer Inklusivreligion mit vielen Entwick- lungsjünger ("Entwicklungsaposteln"). Damit ist Christus nicht mehr absolut, weil jeder christusähnlicher wird. Es ist die Radikalität des Christentums selbst ein Christus zu werden (alles andere ist lauwarmes, nicht wirklich ernst genommenes Christentum ) entweder für mich oder gegen mich). Die Nachfolge Jesu ist nicht eine " eins zu eins" oder eine mittelalterliche klosteraffine Nachah- mung Christi, sondern bei Entwicklungsreife heisst es seinen eigenen Individualisierungs-Weg in der Gesell- schaft und im Berufsleben gehen, der noch von nieman- den gegangen wurden. Jesus Werk ist noch nicht voll- endet und in jeder Generation erwählt er seine Jünger, gibt ihnen Zeichen ihm zu folgen und verleiht ihnen die gleiche Macht. Die säkulare, evolutionäre Nachfolge Christi ist keine ad hoc Entscheidung und erst durch eine allmähliche Entwicklung dämmert die biblische Kern- aussage einen;"Wer sein Leben behalten will, der wird es verlieren und wer es verliert um meinetwillen, der wird es behalten".
Station 12
- Von Christus Triumphator ist der Welt nahe (Ende des Entwicklungsweges) zum Christus Crucifixus ist der Welt nahe (Reifebeginn-Nr.782 eines jeden Entwicklungs-Individualisierungsweges in der säkularen,evolutionären Nachfolge Christi.
Station 13
- Von der Liturgie gestützt auf die Heilige Schrift (Quelle und Maßstab ist Jesus Christus) zur säkularen, evolutio- nären Nachfolge Christi als Gottentwicklungswerdung gestützt auf die eigene Gottes(hinweis)erfahrung in allen Dingen, Krisen und Lebenslagen als Dematerialisierung (Quelle und Maßstab ist das eigene Weltleben)*.
* "Maßstab und Quelle ist das eigene Leben", weil Gott das Leben selbst ist und in jedem einzelnen Menschen seine einmalige Indivi-
dualität entwickeln will. Deshalb ist das Leben Theologie und das Leben löst sich als das Wesen der Religion in Theologie auf. Das Religiöse lässt sich vom Entwicklungs-Lebens-Prozessakt nicht tren-
nen und ist immer mitgegeben. Es ist säkular und religiös, diesseitig und jenseitig zugleich.
Station 14
- Von der Erwartung auf den himmlischen, auferstan- denen, jenseitigen Jesus als ein Herabsteigen aus dem Himmel (physische,leibliche Wiederkunft) und zum warten auf die Entwicklungs-Individualisierungs-Reife, wo jeder Gläubige sich bemüht himmelwärts durch Entwicklungsstreben im Entwicklungs-Kultur-Lernen im Diesseits hoch zu steigen, wo das das zweite Kommen Jesu im Geiste geschieht (geistige,seelische Wieder- kunft)*.
* Die Weihnachtsbotschaft wird umgekehrt, indem wir durch Entwicklung zu Gott hinaufsteigen und nicht Gott zu uns herabsteigt.. " Warum wurde Gott Mensch ? Dass ich als derselben soll geboren werden "*.
* Meister Eckhart.
Das Leben besteht nicht nur aus 14 Kreuzweg Stationen, sondern ich muss jeden Tag ein anderes Kreuz tragen.Des- halb der Verweis auf viele andere Beispiel-Lebens-Statio-
en in "Entwicklungsgotik 1 bis Entwicklungsgotik 9"
Gotisches Lernprinzip 16
Klosterwelt versus Lebenswelt
- Von der direkten Gottessuche im Kloster als ein Weg zu Gott zur Auseinandersetzung in der Welt als indirekte Gottessuche als ein Weg mit Gott.
- Von einem Klosterkreuzgang z.B. in Saverne/Elsass zum Selbstzerissenheits-Leidens-Suchweg einer fast selbst aufopfernden Wahrheitssuche in Frankfurt/Main, wo der Kreuzweg aus den S- und U-Bahn Stationen dieser Stadt bestand, wo jeweils ein- und ausgestiegen wurde....*
* Siehe Textfortsetzung im Gliederungspunkt der Beruf wird zur Berufung in https://entwicklungschristentum.de/Evolutionaere-Nachfolge-Christi-1
- Von dem Glauben als fromme, schweigende, mystische Gebetserfahrungstatsache (Schweigen ist auf Gott ausgerichtet) zum Glauben als Quasirealitätsbeweis Gottes (Schweigen ist auf die neue Wirklichkeit ausgerichtet)*.
*Es ist die völlig unreligiöse Glaubensinterpretation der Quanten- physik, dass sich die Materie entsprechend meines Bewusstseins
und meiner Überzeugung verhält und zur Wirklichkeit wird. Geist beherrscht die Materie oder der Glaube ist stärker als die Umstände und Widerstände und setzt etwas in Gang. Erst durch diesen prak- tischen Glauben wird die Lebenswirklichkeit zu einer experimenti- ellen Erkenntnis. Das Ganze, die Totalität kann nur durch den Glau-
ben erfasst werden und lässt sich nicht durch eine Wissenssumme rationalisieren und verobjektivieren.
- Von den verschiedenen Mönchsordenswegen im Kloster (Vorbereitung und Wegbereitung für die Welt von morgen) zum einzigen, persönlichen Entwicklungs-Individuations-Lebensordnungsweg in der Welt (Erschaffung und Wegbereitung für eine Welt von morgen).
- Von allgemeinen Ordensregeln der Ordensgründer füh- ren zu Gott (abstraktes Leben) zu den individuellen reifegemässen Entwicklungsregeln des Gotischen-Lernprinzips führen zu Gott (pralles Leben)*.
* Klosterregeln haben ihre Wurzeln in der Bibel und sind die Nachahmung des Lebensweges eines Ordensgründers, während Entwicklungsregeln aus dem persönlichen Lebensordnungs-Individualisierungsweg her abgeleitet werden. Jeder muss seinen eigenen, unverwechselbaren Entwicklungsweg gehen und nicht den eines Ordensgründers.Es gibt bei Entwicklungsreife so viele Wege wie es Menschen gibt*.
- Von dem Gehorsam im Kloster dem Abt gegenüber zum Gehorsam seinem Entwicklungs-Individualisierungs-Gewissen gegenüber.
- Von Gott gebetsmässig dienen, weil es die Ordensregel vorschreibt zu Gott wesensmässig dienen, weil ich bei Entwicklungsreife-Nr.782 und jeder Schritt vorgegeben ist,nicht anders kann.
- Von den festen (Opfer)klosterregeln, wo ich dafür erst reifebereit werden muss (Klosterprobejahr ?) zur Regel- überwindung und Entwicklung von eigenen (Opfer) regeln, wozu ich reifebereit bin (Ich kann keine Regeln nennen, nach denen ich lebe)*.
* Siehe auch Nr.782 " Man kann einen Birnbaum noch so prügeln, er wird deshalb nicht schneller reif " in Vom Bildungs-Kultur-Lernen zum Entwicklungs-Kultur-Lernen
- Von dem klassischen Stufenweg der völligen Reinigung, der Entselbstung, der Erleuchtung und der Gottverbun- denheit im Kloster zum Entwicklungsstufenweg des Auslebens, des Erlebens und der schrittweisen Welt- überwindung des Dematerialisierungs-und Unsterb- lichkeitslernens*.
- Von der Verkündigung der Wahrheit als Klosterweg ist wichtig zum Weg der Wahrheit als Weltentwicklungsweg ist wichtiger.
- Vom einem nach den Klosterregeln festgelegten Ent- wicklungsweg zum Entwicklungs-Individualisierungs- weg, wo wie Abraham in ein unbekanntes Land gegangen wird, was Gott verheißen hat.
- Vom gemeinschaftlichen Wortgebet und Chordienst (Gebetsformeln) zu sein Leben wortlos beten als Le- bensdienst (Lebensanregungen). Was ist Leben? Gott ist das Leben. Deshalb soll das ganze Leben zu einem ununterbrochenes Gebet werden ohne zu bitten, weil Gott keine Wortsalven braucht und die Lebensaus- seinandersetzungs- und Entwicklungsbereitschaft" im hier und jetzt als Gebet erfasst. " Denn euer Vater weiss, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet " Matthäus 6,5-15". Jede Lebensübereinstimmung und mit sich im Frieden sein genügt. Wer seinen Frieden hat, hat das Höchste und automatisch auch alles Niedrigere. Gebet ist Dualis- mus einer Diesseits (Welt)-Jenseits (Gott)-Sichtweise, welche es aufgrund der Inter- und Gottverbundenheit im Frieden aber nicht gibt. Das Blicken in die Höhe wird zu einem Gespräch in Augenhöhe.
- Vom schauenden Gebet und sich an bestimmte Ge-betszeiten halten (der Mensch ist erst kniend richtig gross z.B. als gläubiges Gebet und Gottesdienst) zum wir-kenden Entwicklungs-Auseinandersetzungs-Prozess als Lebensgebet im "hier und jetzt" als Entwicklungsver- langen und Sehnen der Seele das Höhere zu wollen was ihn übersteigt und verwirklicht werden soll(der Mensch ist erst als Tatentwickler richtig gross).
- Von Ora et labora zu Ora in loborae *.
* I.) Der alte Arbeitsbegriff wird weltanschaulich interpretiert. Ora
für beten als Privatsache und religiös gedeutet und labora für ar-
beiten, um Geld zu verdienen als kulturell geprägtes Arbeits-
verständnis. Der neue Arbeitsbegriff wird entwicklungsmässig und säkular interpretiert. Ora in laborae als entwickeln in der Arbeit und Geldverdienen durch die Arbeit als evolutionskonformes Arbeits-
verständnis. Das alte Arbeitsverständnis bedeutet bisher, dass Arbeit
vorhanden und genug zu tun ist, während beim evolutionären Arbeitsverständnis die Arbeit Teil der menschlichen Entwicklung " als Arbeit an mir selbst ist ", weil ich mich mit ihr auseinandersetzen und mir die Arbeitsmöglichkeiten durch die Entwicklungsarbeits(ora) tugenden erst erschaffen muss. Es ist mit und bei der Arbeit lernen, wie es mit der Arbeit weitergeht ( durch die Arbeit zur neuen Arbeit
in der Entwicklungs-Arbeitsplatz-Individuation (Entwicklungsbe- schäftigung und Gestaltung). Beim evolutionären/ religionsinter- pretierenden Arbeitsverständnis steht mehr Selbstentwicklung als Gottentwicklung im Sinne von Meister Eckhart im Mittelpunkt und nicht die qualitative Arbeitsausführung. Sie dient nur dazu, das Leben in Gott zu verwirklichen und zu bewahren als Individualisierung in der Arbeit. Das Geldverdienen wird als untergeordneter Arbeitswert angesehen und die Entwicklung in der Arbeit als höherer Arbeitswert betrachtet. Es geht nicht alleine darum wie viel ein Mensch mit seiner Tätigkeit verdient, sondern auch darum, bis zu welchem Grad er mit seiner Arbeit Kultur schafft. Von der lithurgischen Ora et labora-Formel zu Ora et laborae ist für die heutige Zeit zu kurz gefasst und deckt nur einen Lebensausschnitt ab. Neben der Arbeit gibt es auch die Familie, die Freizeit, das soziale und ökonomische, das Konsum- und Unterhaltungsleben, meine persönlichen Leidenschaften und Interessen, meine Verantwortlichkeiten und vieles andere mehr. Dieses wird erst voll berücksichtigt und zum ganzheitlichlichen "Lebensora",wenn ich mein Leben in der Lebens-Individualisierungs-Auseinandersetzung) in der evolutionären Allzeit-Jetzt-Nutzung "bete, indem ich augenblicklich immer das Höhere und Bessere und meinen (Gliederungspunkt) Frieden in allem will.
- Von der Klosterbibliothek (Klöster waren im Mittelalter die einzigen Bildungsstätten) zum z.B. Internet (als die Entwicklungsstätte für die Bildungsverkannten in der Welt)*.
* Siehe auch neues, digitales Zeitalter
- Von dem Kloster, wo geborene Träumer, Schwächlinge und häßliche Frauen ihre einzige Daseinsberechtigung fanden zu es hat sich noch immer nicht überall herum gesprochen, dass bisher nur " Tag-Träumer " und "Sitzenbleiber",welche zu nichts nutze waren die Welt verändert haben und verändern, die im vorherrschenden Reich nicht wahrgenommen wurden und ihr eigenes (Vorbild)reich für alle erschufen und erschaffen.
- Von der Weltflucht, Weltabgewandtheit, Weltaskese (Dematerialisierung) zur Weltzugewandtheit, tätigen Weltauseinandersetzung mit den Dingen und Gescheh- nissen als Mittel zum Individualisierungszweck und Weltüberwindungsaskese (Entwicklungs-De-und Ent- materialisierung)
* Der Mönch glaubt durch Askese Gott näher zu kommen, aber nach Meister Eckhart bedarf Gott die Welt des Fastens, des Betens und aller Kasteiungen nicht.
- Von den vielen Klostergründern, vor denen, nachdem ich deren Biografien gelesen habe vor Ehrfurcht erstarrt bin zu meiner Lebenswelt, welche ich bei Entwicklungsreife durch De-und Entmaterialierungs-Kultur-und das Un- sterblich- keitslernen immer mehr zum Privatkloster geworden ist*.
* Ausser meinem eigenen Entwicklungs-Individualisierungsweg
Entwicklungs-Individualsierungs-Weg ist jeder andere gegange- ne Entwicklungs-Vorbildweg der Falsche.
- Von der Weltflucht als das eigentliche Ideal des Christ- werdens (Kloster) zur Aussage von Meister Eckhart, Gott wird erst Gott durch uns und braucht die Auseinander- setzung in der Welt, um sich selber zu werden (die Welt wird zum Kloster)*.
* Meister Eckhart bleibt nicht bei der Abgeschiedenheit im Kloster stehen, sondern betonte, dass man erst in der Auseinandersetzung im praktischen Weltleben zu einem wahren Mönch wird. Der Kontakt zur Aussenwelt und zu anderen Menschen ist deshalb so wichtig, weil ich meine Fehler,Leidenschaften,Charakterschwächen, Entwick- lungsdefizite erst dort bewusst werden.Der Geist braucht die Beziehung mit der materiellen Welt als polare Spannung, die erst in den sinnlichen Entwicklungs-Lebens-Widerspruchs-Reizen des praktischen Alltagsweltlebens gegeben ist. Aussen und innen sind unlösbar miteinander verbunden. Der Mensch spiegelt sich in seiner Umwelt und die Umwelt spiegelt sich im Menschen. Er erkennt die Aussenwelt nur durch sich und erkennt sich selber nur über das Mittel der Aussenwelt. In der Kontemplation bis ich erst einmal (entwicklungslos)perfekt.
- Von der Klostergründung des Mönches Bernhard von Clairvaux zur Lebens-Selbst-Begründung eines jeden einzelnen Menschen.
- Nach dem Ordensgründer Benedikt von Nursisa ist die Suche nach Gott geprägt von " horchen", nach innen als hören in der Einsamkeit des Friedens.In der säkularen , evolutionären Nachfolge Christi ist die die Suche nach Gott geprägt von der Beobachtungsreflexion nach aussen z.B. einer Irrtums-,Auseinandersetzungs-und Krisener- fahrung als Lebenswegkorrekturhilfe in der hektischen, lärmenden Lebenswelt.
- Nach dem Ordensgründer Benedikt von Nursisa brau- chen wir auf der Suche nach Gott die Stütze der Gemein- schaft im Kloster, welche mich trägt. Bei der säkula- ren, evolutionären Nachfolge Christi brauchen wir auch vorübergehend die Solidargemeinschaft der Gesell- schaft, welche mich trägt*.
*I.) Eine Individualisierungs-Entwicklung als "säkulare, evolutionäre
Nachfolge Christi" wird als überflüssige " Selbstverwirklichung und brotlose Kunst " verstanden, wobei dieser Begriff als " spinnerhaft " negativ belegt ist, obwohl dieser der Sinn und das Ziel alles Lebens ist.
Das Ganze erhält seinen Sinn vom Einzelnen und nicht umgekehrt.
Das Leben muss erst einmal scheitern, wenn es gelingen soll und
das bleibt die höchste Individualisierungshürde. Es lässt sich in der jetzigen Gesellschaft gut leben, aber nicht gut entwickeln. Eine andere Lebensform in der Einzelentwicklung zu finden als die Geburtssozialisation und das kollektive Sozialverhalten diese vor-
gibt, widerspricht erst einmal den gesellschaftlichen Interessen. Die persönliche Entwicklung ist einfach in der Gesellschaft zwar grundge-
setzlich garantiert, aber praktisch nicht vorgesehen.
II.) Es besteht immer die Gefahr zum " Sozialhilfeempfänger " zu werden und sich eine Zeit lang " von der Gesellschaft durchfüttern lassen ", weil es eben nur diese eine Gesellschaft gibt und ausser-
halb von ihr nur kein Überleben ist. Solidarität ist notwendig, weil jeder der alleine auf sich gestellt ist, schnell seine Grenzen erreicht. Der Entwicklungsstarke kann sogar nach heutigen Sozialmaßstä-
ben kurzfristig (in Deutschland) auch zum Entwicklungs-Sozialfall
(" Bürgergeldempfänger") sein, wo seine Entwicklungsirrtümer
oder eine Entwicklungslebensphase aufgefangen werden, aber er wird es nur vorübergehend bleiben. Deshalb sollten Entwickler nicht mit traditionellen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Unter-
stützungsmaßstäben gemessen werden. Entwicklung rechtfertigt vieles und gibt zurück, was mit den vorherrschenden Werten und Rechts- und Sozialisierungsnormen nicht vereinbar, aber umso mehr sinnvoll und von allgemeinen Interesse ist, weil in Wahrheit die Zu-
kunft der Anderen nur von diesen entwickelnden Individuen abhängig ist, ihre Fortschrittsimpulse empfängt und diese dürfen nicht dafür noch sanktioniert werden. Die Singularisierung und No-
madisierung ist eine nur vorübergehende Entwicklungsphase, um dann auf einer höheren Entwicklungsstufe dem Allgemeinwohl sozialer dienen zu können. Er kann der Gemeinschaft erst etwas geben, wenn er nicht mehr ihr Abhängiger und ihr Echo ist. Die Soli-
darität ist die Grundlage für die Freiheit, weil die naturgemässen Individualirrtümer im sozialen Netzwerk aufgefangen werden (müssen).
III.) Der Entwickler gibt aber der Gesellschaft unter dem Strich viel mehr, was er vorübergehend an " Entwicklungs-Irrtums-Wege Un-
terstüt zung erhält oder erhalten hat, weil er ja " nur egoistisch war und ist für die anderen Der Entwickler ist unersetzbar und weil das wertvollste Mitglied, " das Salz der Gesellschaft " und deshalb " systemrelevant ". Er ist es, der die Anderen durch " sein-anders-sein " weiterbringt. Entwickler machen den Unterschied aus, weil es die Anderen schon gibt. Einer muss es zuerst gedacht und getan haben. Durch ihn wird die Welt zu einem besseren Ort. Es kann nicht genug betont werden, aber im menschlichen Kultur-,Berufs-und Krisen-
leben ist der Starke, der Nichtangepasste. Immer waren es schöp-
ferische Einzelmenschen, welche Ausserordentliches erreicht und Umwälzungen eingeleitet haben, aber interimsweise Brotgänger bei anderen waren. Siehe Textfortsetzung in Gesellschafts-und Entwick- lungsmensch
- Von dem Klosterleben hinter Klostermauern, welches vor dem weltlich sinnlichen, abirrenden "als das Böse" abschirmen wollte um Gott in der versuchungsarmen Lebensfremdheit näher zu kommen (Mönchsspiritualität als geistliche Erfahrungen)zu den Auseinandersetzungs-Entwicklungsweg Prüfungen und Versuchungen des "Weltklosterlebens" z.B. im Arbeitsleben, Lebensalltag, bei Lebenskrisen, in den Lebensverantwortlichkeiten, in der Auseinandersetzung mit seinen Trieben, Leidenschaf- ten und Ego, um Gott in der persönlichen Lebenswelt näher zu kommen (Laienspiritualität als Lebensentwick- lungserfahrungen)*.
* I.) Denn die sinnlichen Weiber ,die man sieht sind weniger gefähr- lich, als die Weiber, die in der Phantasie auftauchen.
II.) Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch. Die Tugend wird nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfaltung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten.Siehe Textfortsetzung in Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch
- Von den mittelalterlichen Klosterorden weil in der Zeit, zur Hypothese, dass diese Lebensform Gott näher zu kommen seine Zeit gehabt hat, weil alles dem ewigen Gesetz des Vergehens und Neuwerdens, des Welkens und Blühens unterliegt (und nur noch für wenig Einzelne in Frage kommt).
- Vom der Nachfolge Christi im Kloster als "via Ora et labora" (Gebet und Arbeit) zur Christusnachfolge als "via negationis" in Form eines Dematerialisierungs-(Entsinn- lichung),Kultur-(Verwesentlichung) und Unsterblichkeits- lernens (Entweltlichung) als (Weltüberwindungsweg).
- Von Klostermönchen die nichts anderes gelernt hatten wie Religion und gebetsfromm zu sein zu den heutigen stillen, gut ausgebildeten Entwicklern im Lande, welche ihrer sozialökonomischen Verantwortung nach- kommen und trotzdem "entwicklungsfromm" sind*.
* Nur dann ist jemand wahrhaft Mönch, wenn er von der Hände Arbeit lebt.
- Von der Welt des Klosters, ein Ort der Stille und der frommen Mönche (Besinnungs-und Bestimmungsort) zum Besuch eines Klosters, welcher sich heute nur noch auf "den Bierdeckel, die Speisenkarte und den Ver- kaufsladen" beschränkt, Klöster der abendländischen Vergangenheit angehören und z.B. an den Film "Der Name der Rose" oder das Buch "die Säulen der Erde erinnert" (Ausflugs-und Erinnerungsort).
- Von einer beinahe klösterlichen Frömmigkeit der Mutter des französischen Schriftstellers+Politikers François-René, vicomte de Chateaubriand zur rigorosen Aussage von Chateaubrind selbst, dass er nur Chateaubriand werden und sein will und sonst nichts.
- Von der traditionellen Christusnachfolge im Orden eines Klosters oder als Ordensgeistlicher zu dem persönlichen Entwicklungs-Individualisierungs-Weg, in dem alle Reli- gion zu finden ist, die der Mensch braucht*.
* "Er wusste, dass man nicht mit Predigten in den Himmel kommt, sondern nur auf dem Entwicklungsindividualisierungsweg in seiner beruflichen und gesellschaftlichen Alltagsrolle als der Platz, wo Gott einen hingestellt hat in der säkularen, evolutionären Nachfolge Christi"*
*Quelle unbekannt.
- Von der Bezeichnung der Kathedrale als "Dom" in Norddeutschland und "Münster" in Süddeutschland als Bischofskirche einer Stadt, was von der Eindeutschung des lateinischen Namens von "Kloster" abgeleitet wird zur heutigen Fortsetzungssinnlinie, wo die Welt meta- phorisch zum Kloster wird, weil alles als Erkenntnis- mittel zum Individualisierungsweck dient, welches auf Höheres verweist, was den Menschen übersteigt und verwirklicht werden soll (Gott zur Ehr). Deshalb geht jeder Entwicklungsweg eines jeden Einzelnen nur über und durch die gotische Kathedrale als gotisches Lern- prinzip, ohne das der mittelalterliche "Klosterwelt- begriff" negativ belegt ist und sogar zu einer Vorbild- wirkkraft wird. Der Geist der Gotik und der Geist der Entwicklung durchdringen sich gegenseitig und bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife(Nr.782) be- kommt jeder das Gefühl vermittelt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause angekommen ist. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangsportale der gotischen Kathe-drale für mich.
- Von der Hypothese vollkommener werden durch ein Theologiestudium, durch Beten, Fasten, Wachen, Spenden, durch Befolgung mönchischer Regeln in einer selbst gewählten religiösen Lebensform zur Prämisse, das Vollkommenheit ein weltfremdes Ideal bleibt, aber es erstrebenswerter ist Ruhe und Frieden in allen Dingen der Welt zu finden, weil der Frieden aller Unruhebewe- gung Suchziel bleibt. Das Wachen, Fasten, Beten kommt von aussen, stört die Ruhe und mit diesen gelangt man nicht zum inneren Frieden.
- Von dem mönchischen Lebenswerk, welches auf ein Ewigkeitsideal ausgerichtet ist zum Lebensleistungs- ideal eines Entwicklers, welches im "hier und jetzt" permanent bis zum letzten Atemzug verwirklicht wird und dann noch daran schuld ist, dass die Welt durch ihn ein bisschen besser geworden ist.
- Von der Daseinsberechtigung eines Mönches, welches seine moralische Kraft ist zur Daseinsberechtigung ein- es Entwicklers ohne diesen der Welt etwas fehlen würde.
- Von z.B. dem Mönch, Eremit und "Heiligen Simeon", der sich im östlichen Turm der Porta Nigra in Trier einmau- ern ließ, um seinen Glauben zu leben zu dem Einzelnen heute in der Gesellschaft, der ausserhalb von der Ge- sellschaft steht, wenn er seinen Glauben leben will, weil die Anpassungs-Sozialisierungs- und Daseinsbewälti- gungsfrage und nicht die Menschheits-, Individualisie- rungs- und Lebens-Sinnfrage im Lebensmittelpunkt steht*.
* Ein Eremit würde man heute einen gesellschaftlichen Austeiger und "komischer Kauz" nennen.
- Von z.B. den Benediktinerinnen, welche ein einfaches Leben gemäß den 73 Ordensregeln führen müssen zu meiner säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, wo ich keine Regeln nennen und weitergeben kann,weil jeder Entwicklungs-Individualisierungs-Weg einzigartig und es so viele Wege gibt wie Menschen.
- Von dem Klosterlebensentwurf, wo die Seele in der klösterlichen Gemeinschaft zu Gott findet zur Aussage des Reformators Huldrych Zwingli, welcher die Frage verneinte, ob ein Mensch Gott näher ist, wenn er in ein Kloster geht.
- Von den geheiligten Ordensregeln der vielen Ordens- gründer zur Kritik an vielen Ordensregeln, dass Entweltlichung, Askese, nachts aufstehen und Psalmen singen und der Blick nur auf den Glauben der falsche Weg ist.
- Von der höchsten Weisheit, dass durch Verachtung der Welt das himmlische Reich errungen wird zu was nützt die höchste Weisheit, welche unerreichbar für den Einzelnen am Himmel hängt, aber diese z.B. durch De-und Entmaterialisierung erst reifegemäß-Nr.782 für jeden Einzelnen erreichbar und nachvollziehbar ist.
- Von dem Verständnis eines Mystikers frommer Über- schwenglichkeit, schwärmerischer Exaltiertiertheit, überschwenglicher Spekulation und tiefer Glut an- dächtiger Gottesliebe durch Rückzug in ein Kloster zur Mystik einer Alltags-und Lebenstauglichkeit eines Meister Eckhart als höchste Präsenz im "hier und jetzt" für ein gelingendes Leben und die Meisterung der Verantwortung als spiritueller Akt. Jedes Handeln ist frei von den Erwartungen der Menschen und von der Herr- schaft der eigenen Bedürfnisse nach Anerkennung und Erfolg. Nicht mehr Mystik als Weltflucht, sondern die Grundlage die Welt zu erobern*.
- Von dem Klosterweg der inneren Abtötung und ein ständiges Trainieren von Tugenden ("es war kein Glied an ihm, welches nicht besonders Tugend geübt hätte)zum Entwicklungs-Individualisierungsweg der Reinigung durch ständiges Trainieren über die Untugend zur Tu- gend, über Irrtümer zur Wahrheit,vom Hinfallen zum Aufstehen (es war keine Entwicklungseigenschaft, welche nicht besonders Tugend geübt hätte)*.
*Das Gesetz des Lebens ist ihr Widerspruch. Die Tugend wird
nur in der Verführungsschwachheit vollbracht, weil diese zur Entfal-
tung das Gegenteil bedarf. Das Gute ist erst das Gute und eine Tugend, wenn es vom negativen Pol gereinigt wurde. Wo keine Untugend, da ist auch keine Tugend möglich. Die Untugend ist nur eine verkleidete Tugend. Nur weil ich der Versuchung widerstanden habe, bin ich dadurch stärker und tugendhafter daraus hervor gegangen und das Böse wird zum Guten. In der Auseinandersetzungs-Transzendierung wird der Widerspruch erst aufgelöst.
- Von nur über Armut und Entbehrung ging bisher der Weg aller Religionen (und Bettelorden) ins Göttliche (Weiterleben in der jenseitigen Welt und Christus bleibt im Himmel) zum Individual-Logos als der eingeborene Entwicklungsreifeweg in der säkularen, evolutionä- ren Nachfolge Christi (Weiterleben in der diesseitigen Welt und Christus kommt auf die Erde zurück).
- Von der Ablegung dreier (Vollkommenheits)gelübde: der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams (evangelische Räte) als Mönch im Kloster oder anderen geistlichen Gemeinschaften zur säkularen, evolutionären Nachfolge Christi, wo diese franziskanischen Tugenden ohne durch ein feierliches [durch einen Eid bekräftigtes] Gelöbnis sich nach und nach natürlich entwickeln und man kann noch nicht einmal etwas dagegen tun.
- Von der Jenseitsreligion im Kloster zur Befreiung durch die Aufklärung der Aufklärung zur Lebens-Diesseits- Religion, weil das Leben alle Religion enthält, welche der Mensch braucht.
- Von dem Weg zu Gott durch die überkommenen Traditionsreligionen zum Weg zu Gott über das Entwicklungs-Lebens-Individualisierungs-Christentum durch die Trans- zendierungsüberwindung unserer Scheinkultur, Zivilisation,Wirtschaft, Wissenschaft und vorherr- schenden Gesellschaftsordnung.
- Vom Eintritt eines Menschen in einen Klosterorden, welcher dann für seine Angehörigen und die profane Welt verloren ist (religiöse Existenz) zur säkularen, evolutionären Nachfolge Christi in der Welt, wo diese durch die (De-und Entmaterialisierung) für ihn zum Pseudo-Kloster wird und er weiter als Staatsbürger und Arbeitnehmer pünktlich seine Steuern zahlt und seinen familären und gesellschaftlichen Verpflichtungen nach- kommt (Doppelexistenz).
- Von dem franzikanischen, klösterlichen Armutsideal welcher im Armutsstreit endete im richtigen Umgang mit der Armut und den Orden lange Zeit zu spalten drohte zur These, dass Armutsbettelei nicht das Ziel sein kann. Das Haben ist immer Voraussetzung, um durch Trans- zendierung (De-und Entmaterialisierung) zur inneren Armut zu gelangen. Ich bin erst frei, wenn ich habe, als hätte ich nicht. Armut an sich ist menschenunwürdig, widerspricht den menschlichen Grundbedürfnissen, ist entwicklungslos, kein nachzuahmendes Lebensmodell und zweifelsfrei ein Irrtumsweg. Nur die errungene Armut als ein sich freimachen vom Überflüssigen und in der Auseinandersetzung es zu überwinden ist eine Tugend.
- Vom Beten z.B. um den Osterfrieden und Ruhe ist iden-tisch mit spannungsfreier Passivität zum inneren Frie-den als Unruhe der Lebensspannungs-Produktivität, welcher in der ständigen Lebensauseinandersetzung im alltäglichen Ringen mit sich selbst durch Abtragen der Entwicklungs-Individualisierungs-Bringschuld der Entwicklungslosigkeit gewonnen wird.
- Von einer Jesuitenausschlussregel, welche jegliche Form des Ehrgeizes als unmoralisch verurteilt (absterben des Egos) zu einem entwicklungsnatürlichen Ehrgeiz z.B. sich noch im gereiften Alter an einem Marathonlauf zu versuchen (ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, Laufen als Mittel, um die Lebensspannung aufrecht zu erhalten und "der Körper(adel) als Tempel für die See- lenvervollkommnung", als Unruhe ist aller Ruhe (Frieden) Ziel, Verbesserungen der kognitiven Gehirnfunktionen, "alles Gott zur Ehr" etc.). Es ist die positive, dialektische Seite des Ehrgeizes, welche einem höheren Zwecke dient, als nur z.B. sein Ego über seine " Marathonbestzeit" zu definieren*.
Gotisches Lernprinzip Nr.17
Vom religiösen Pilgerweg zum Entwicklungs-
Individualisierungs-Weg.
Der Mensch der Neuzeit ist in seinem Naturell und seiner Berufung nach säkular interpretiert auch ein Pilger" (Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben "),weil Ruhe aller Unruhe in der Welt Suchziel bleibt und metaphorisch gedeutet ist es:
- Von das Heil mit den Füßen erlaufen (Pilgerwallfahrt zu einer Pilgerkirche z.B. ins Heilige Land zum Heil durch Laufen in den Frieden (z.B.mein Entwicklungs-Auseinan-dersetzungs-Lebenslauf in einem Bürohochhaus als Lebensabschnittsweg)*.
* I.) Beim Sport wird gelaufen für die Fitness, gegen das Altern, aus Spass oder aus einem Leistungsehrgeiz heraus etc. (natürliche, kör-
perliche Bewegung als Laufwelle). Beim Entwicklungs-Kultur-Lernen wird gelaufen "in den Frieden" als Metapher für die ständige Verän- derungsbereitschaft im Lebenslauf, um von der Entwicklungsunruhe des Alltagslebens zur Ruhe und Frieden des Selbstseins zu kommen (natürliche, geistige Bewegung als Entwicklungswelle).
II.) Nicht die passive Ruhe,sondern die Bewegung ist der natürliche Zustand eines jeden Körpers und Ruhe bleibt aller Entwicklungs- unruhe gung Ziel (als Einigung und Einung), weil der Ruhepol der archimedische Punkt ist,von dem alles ausgeht, alles in Bewegung gesetzt wird und in der Verwandlung Stabilität gewährleistet. Das Leben ist auf statischer Instabilität aufgebaut, welches sich in der Entwicklungsbewegung selber stabilisiert.Der absolute Stabilitäts- zustand ist der fliessende Aspekt der Unbeständigkeit.Es gibt nicht Ruhe ohne Bewegung und Bewegung ohne Ruhe. Jede menschliche Krise, der Entwicklungsdrang und aller Unfrieden ist der spannungs- hafte Bezug zur Ganz-und Einheit, welcher uns "in Lauf hält ".Die schöpferische Unruhe ist der Ausdruck des Ungenügens am Gegenwärtigen und Gegebenen in sich.Kein Geschöpf kennt Ruhe und Rast, bis es seinen Lebensrhythmus gefunden hat. Es ist durch die Unruhe des hektischen Lebensalltages in sich ruhend werden. Es ist die Weisheit nicht das Ruhesame,sondern das Mühsame,den Geist nicht auf der hellen,widerstandsfreien Bildungsseite,sondern auf der dunklen Widerstands-Entwicklungs-Lebensseite zu suchen. Die Dis- harmonie bildet oft erst die Voraussetzung für die Harmonie als Lebensübereinstimmung. Es ist das schillerische Diktum,dass der Weg aller Entwicklung von der Natur über die Unnatur zur Natur zurück geht. Im Lebenswiderspruch liegt die Quelle und Triebkraft aller Entwicklung und dieser ist komplementär lebenszugehörig und die polar entgegengesetzten Prinzipien sind aufeinander bezogen. Jede Seite existiert kausal und final nur durch ihr Spiegelbild.
III.) "Man soll laufen in den Frieden (um im Frieden anzukommen), man soll nicht anfangen im Frieden.
IV.) Das Leben ist am schönsten, wenn es einen nicht zur Ruhe kommen lässt*.
* Quelle unbekannt.
V.) "Strebe nach Ruhe, aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand deiner Tätigkeit.
* Friedrich Schiller,Dichter, Philosoph und Historiker.
- Von der Echternacher Springprozession zum ING NIGHT Marathonlauf *.
* I.) Die Echternacher Springprozession ist eine religiöse Prozession, die jedes Jahr am Dienstag nach Pfingsten in Echternach in Luxem- burg stattfindet. Die Teilnehmer „springen“ zu Polkamelodien in Reihen durch die Straßen der Stadt bis zum Grab des Heiligen Willibrord in der Echternacher Basilika .Der "ING Night Marathon Luxembourg" zählt europaweit zu den anspruchsvollsten Stadt-marathons*.
II.) "Lieber beim Marathonlauf an Gott denken anstatt in der Kirche ständig an den Start des Marathonlaufes denken".
- Von der gotischen Kathedrale Sainte Marie Madeleine in Vézelay (Burgund), wo Bernhard von Clairvaux an diesem Wallfahrt-Pilgerort zum zweiten Kreuzzug aufrief zum Entwicklungs(be)sucher, welcher die gotische Kathedrale aufsucht als Wallfahrt-Pilgerort der Entwicklung zum " Kreuzzug (der tausend kleinen Teufel) gegen sich selbst" *.
* Harter moralischer-Kreuzzug: gegen Gier, Ego, Eigenwillen, Bequem- lichkeit etc. Weicher Moralisierungs-Kreuzzug z.B. Die Tugend in der Schwachheit zu vollbringen nicht zur Vervollkommnung, sondern nur zu seinem inneren Frieden zu gelangen (und mit den eigenen Schwä- chen weiter leben). Ein weiteres Charaktristikum des weichen mo- raliches Kreuzzuges ist die Moral einer De-und Entmaterialisierung. Es ist das Leben selbst, welches sich im Entwicklungs-Transzendierungs-Prozess moralisiert*.
- Vom religiösen Jakobspilgerweg (z.B. Pilgerort Santiago de Compostela) zum persönlichen Entwicklungsweg, der meinen Vornamen trägt,weil Gott mich (bei Reife Nr.782) beim Namen gerufen hat (eigener Lebensweltort).
- Von der Wallfahrt und Pilgerreise zur gotischen Kathe- drale als religiöser Wallfahrtsort " (Gott lässt sich nicht erlaufen) zum Besuch und touristischen Reise der go- tischen Kathedrale " als Wallfahrtsort der Entwicklung, weil am Anfang eines jeden Entwicklungsweges die Gotik steht, Aufbruch, himmelwärts und nach den Sternen greifend. Deshalb geht jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als Ausdruck des Höherstrebens und als gotisches Lernprinzip ,weil bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife-Nr.782 jeder das Gefühl vermittelt bekommt und keinen mehr gleichgültig lässt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden und er endlich zu Hause angekommen ist. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangsportale der gotischen Kathedrale für mich. Mit dem Münster fing es an und mit dem Münster hört es auf. Es ist seine Entwicklungszukunft in der evolutionären,säkularen Nachfolge Christi zu gestalten*.
* Wenn ich mich in der Erkenntnis wieder erkenne, handelt es sich
um einen lebendigen Prozess, der den gesamten Menschen erfasst und dieser selber verwandelt wird. Es geht weniger um eine religiöse Transzendenz, sondern eine Transzendenz in der persönlichen Betroffenheit zu entwickeln. Es ist der Transformations-Punkt, wo
das Überwundene mit dem Überwinder eins wird. Das Subjekt und das Objekt der Erkenntnis sind identisch und die Spaltung als der Lebenswiderspruch (Lebensdisharmonie) ist aufgehoben. Im Wechsel-
spiel zwischen Bewusstseins-Zweiheit und Entwicklungs-Einheit (Lebensübereinstimmung) erfolgt die Neuschöpfung. Es ist der qualitative Übergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit. Diese Erkenntnis ist tatsächlich Weg, Wahrheit und Leben zugleich und zieht kein Handeln mehr nach sich, sondern Erkenntnis und Verwirk-
lichung sind eins. Nur mit der blossen Macht des Daseins werden Entscheidungen herbeigeführt, ein Geschehen, was von selbst geschieht. Ein Mann macht viele, weil seine Individualität in der Individualität aller aufgeht.
- Von den 12 bis 14 Millionen Besuchern im Jahr (bis zum Jahre 2018 als fromme Pilger und Kirchenbesucher, welche z.B. die gotische Kathedrale " Notre Dame de Paris " besichtigten als eine " Muss-Sehenswürdigkeit und der Besuch dauerte in der Regel mit einer kleinen Führung 45 Minuten, weil keiner daran vorbei kam (Mittelpunkt einer Parisreise) zu den künftigen Millionen von Entwicklungssuchern, welche sich entwicklungskul- turell permanent mit gotischen Kathedralen und dem gotischen Lernprinzip auseinandersetzen als ein "Muss" der Sehnsuchtswürdigkeit ", weil bei Entwicklungsreife keiner an seinem persönlichen Individualisierungs-Entwicklungs-Lebensweg vorbei kommt, der über und durch die Kathedrale führt (Mittelpunkt des Lebens)*.
* Siehe auch den Blog "Die Zukunft der Notre Dame in Paris
- Von der Muttergottesoktave, wo z.B. in Luxemburg vom 3. bis zum 5.Sonntag nach Ostern zum Gnadenbild der "Consolatrix Afflictorum" gepilgert wird zur nüchernden Feststellung des Augustiner-Chorherrs, Mystikers und geistlicher Schriftsteller Thomas von Kempen, dass selten einer auf der Pilgerfahrt heilig wurde und der Mensch soll nur durch seine Lebensumstände heiliger werden.
- Von der Wallfahrt und Pilgerreise zur gotischen Kathedrale " als religiöser Wallfahrtsort " (Gott lässt sich nicht erlaufen)zum Besuch und touristischen Reise der gotischen Kathedrale " als Wallfahrtsort der Entwicklung " (Gott wird in jeder Entwicklungserkenntnis neu ge- boren).
- Von der gotischen Kathedrale, der wir die Pilgerbewe- gung verdanken haben zur Neuzukunftsbesinnung der gotischen Kathedrale, der wir die Entwicklungssuch- bewegung verdanken einer Pilgerschaft zu sich selbst zu finden, weil jeder Entwicklungsweg nur über und durch die gotische Kathedrale als gotisches Lernprinzip geht, weil bei Entwicklungs-Individualisierungs-Reife jeder das Gefühl vermittelt bekommt, dass die gotische Kathedrale nur für ihn gebaut worden ist und er endlich zu Hause angekommen ist. Erst nach einer Lebenskrise öffnen sich die Eingangsportale der gotische Kathedrale für mich*.
* Siehe auch " Die Zukunft des Straßburger Münsters und anderer gotischen Kathedralen " in Zukunft-Strassburger-Muenster
* Siehe auch den Gliederungspunkt "Gotische Kathedrale als religi-
öser Lebensmittelpunkt, Wahrzeichen, Machtsymbol, Pilgerstätte und Seele einer Stadt" in https://www.die-gotische-kathedrale.reisen/Entwicklungsgotik-7